Der Kadampa-Buddhismus

Atisha (982-1054 n. Chr.)

Der Kadampa-Buddhismus ist eine Schule des Mahayana-Buddhismus, die vom großen indischen buddhistischen Meister Atisha (982- 1054 n. Chr.) ins Leben gerufen wurde. Seine Anhänger sind als Kadampas bekannt:

"Ka" bedeutet "Wort" und bezieht sich auf die Unterweisungen Buddhas. "Dam" bezieht sich auf die besonderen Lamrim-Unterweisungen, die als die Stufen des Pfades zur Erleuchtung bekannt sind.

Kadampa-Buddhisten integrieren das Wissen aller Unterweisungen Buddhas in ihre Lamrim-Praxis, und indem sie dieses Wissen in ihrem Alltag anwenden, benutzen sie alle Unterweisungen Buddhas als praktische Methoden, um tägliche Aktivitäten in den Pfad zur Erleuchtung umzuwandeln. Die großen Kadampa-Lehrer sind nicht nur als große Gelehrte, sondern auch als spirituell Praktizierende von außerordentlicher Reinheit und Aufrichtigkeit bekannt.

Die Überlieferungslinien dieser Lehren - die schriftliche Überlieferung wie auch die der Realisation - wurden jeweils von Lehrer an die Schüler weitergegeben. Zuerst in Indien, sind sie dann über weite Teile Asiens heutzutage auch in viele Länder der westlichen Welt gekommen. Die Lehre Buddhas, der Dharma, wird mit einem Rad verglichen, das sich von einem Land zum anderen bewegt, entsprechend den sich ändernden Bedingungen und karmischen Neigungen der Menschen.

Die äußere Präsentationsform des Buddhismus mag sich je nach Kultur und Gesellschaft verändern, die Authentizität aber wird durch die Weiterführung der ungebrochenen Überlieferungslinie von verwirklichten Praktizierenden sichergestellt.

Ehrwürdiger Geshe Kelsang Gyatso

Der Kadampa-Buddhismus wurde zuerst 1977 vom Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso, einem angesehenen buddhistischen Meister, in den Westen gebracht.

Seither arbeitet Geshe Kelsang unermüdlich daran, den Kadampa-Buddhismus durch ausführliche Unterweisungen, das Verfassen tiefgründiger Texte über den Kadampa-Buddhismus und durch die Gründung von über 1.200 Dharma-Zentren und Gruppen weltweit zu verbreiten. Jedes Zentrum bietet Studienprogramme, Anleitungen zur Meditation und Retreats (Meditationen in Zurückgezogenheit) für Praktizierende aller Stufen in der jeweiligen Landessprache und gemäß den kulturellen Umständen unserer westlichen Welt an.

Der Schwerpunkt liegt in der Integrierung der Lehren Buddhas in den Alltag, um unsere menschlichen Probleme zu lösen und dauerhaften Frieden und Glück in der Welt zu verbreiten.

Der Kadampa-Buddhismus der NKT-IKBU (Neue Kadampa Tradition - International Kadampa Buddhist Union) ist eine völlig unabhängige buddhistische Tradition und hat keine politische Zugehörigkeit. Er ist ein Zusammenschluß von Zentren und Praktizierenden, die Inspiration und spirituelle Leitung vom Vorbild der alten Kadampa-Meister und ihren Unterweisungen, wie sie von Geshe Kelsang präsentiert werden, empfangen.


Orte des Friedens und der Kraftschöpfung: eine Meditationstempel wie hier im Manjushri Centre in Ulverston, England, könnte es bald in vielen Städten unserer Heimat geben.

Warum Buddhismus hier in Deutschland ?

Buddhismus ist nichts exotisches, genausowenig wie das Christentum etwas orientalisches ist. Zwar wurde Geshe Kelsang in Tibet geboren, der Buddhismus war aber erst sehr spät, mehr als 1000 Jahre nach Buddhas Ableben, nach Tibet gekommen. Der Dharma (Buddhas Lehre) selbst wird manchmal mit einem Rad verglichen, das nicht still an einem Orte bleibt, sondern sich gemäß den Neigungen und Bedürfnissen der Menschen von Land zu Land bewegt. Überall wo Menschen durch Meditation Hilfe zu erhalten suchen, können buddhistische Gruppen entstehen

Was bringt er uns - was nutzt es, zu meditieren 

Jeder muß friedvolle und tugendhafte Geisteszustände fördern. Selbst im täglichen Leben stoßen wir auf Schwierigkeiten, wenn wir uns hemmungslos unserem egozentrischen Denken und unseren schlechten Gewohnheiten hingeben. Buddha lehrte, wie wir durch geschicktes Denken und innere Reinigung unsere positiven Einstellungen fördern und somit die Grundlage für ein sinnvolleres und freudevolleres Leben schaffen können.

Geshe Kelsang sagt: "An sich ist das Blühen des Buddhismus nicht wichtig, außer es hilft anderen Wesen. Das ist der Hauptzweck des Buddhismus."

Die drei Studienprogramme in Recklinghausen

nach oben